Nudelsalate

Wenn es draußen warm wird, kann man der eigenen Fantasie freien Lauf lassen und mit Pasta leckere Nudelsalate kreieren, die einfach zuzubereiten sind. Farbenfrohe und geschmacksreiche Köstlichkeiten, die man als Vollmahlzeit auf den Tisch bringen, oder aber für die Mittagspause mit ins Büro nehmen kann. Um das Beste aus einem Nudelsalat zu machen, sollte man allerdings einige Regeln beachten, die grundlegend für stets gesunde, leckere und vor allem traditionsgerecht bissfeste Pasta sind.

Die richtigen Pastasorten

Kurze Pastasorten eignen sich besonders gut für Nudelsalate und daher sind Fusilli, Penne, Mezze Penne, Farfalle und Casarecce empfehlenswert. Diese Sorten sind ideal, um sie in einer großen Schüssel mit allen Zutaten für einen sommerlichen Nudelsalat zu vermischen.

Das Nudelkochen

Ein weiterer grundlegender Aspekt, um das gewünschte Rezept erfolgreich zuzubereiten, ist das Kochen der Pasta, die stets bissfest (it. "al dente") sein sollte. Um das Zerkochen oder Aufquellen der Nudeln zu vermeiden, sollten man sie rasch und sorgfältig abgießen. Dies ist der einzige Fall, in dem man die Pasta, um sie schnell abzukühlen und ihren Biss beizubehalten, unter kaltes, fließendes Wasser halten kann. Auf diese Art und Weise entfernt man auch die überschüssige Stärke, die beim Kochen austritt, und vermeidet so das Verkleben der Nudeln. Danach kann man die Pasta, bis zur Zubereitung des Nudelsalats und nachdem man sie mit ein wenig extranativem Olivenöl vermischt hat, in den Kühlschrank stellen.

Fantasie für jeden Geschmack

Die Rezepte für Nudelsalate sind die kreativsten, da man hier der eigenen Fantasie und Laune des Moments freien Lauf lassen kann, ohne fürchten zu müssen, etwas falsch zu machen. Wichtig ist es, sich daran zu erinnern, dass nicht nur der Gaumen, sondern auch die Auge mitessen und man sich daher und der Farbenexplosion des Sommers inspirieren sollte. So ist in Nudelsalaten gelbe, rote und grüne Gemüsepaprika stets eine willkommene Zutat, die man fein würfeln und roh zu der Pasta fügen, oder auch vorher in einer Pfanne kurz mit ein wenig Zwiebel anbraten kann. Bahn frei für Gewürzkräuter, von Basilikum und Majoran, bis hin zu Schnittlauch und Minze. Auch den Zutaten aus dem Meer sollte mit Sardellen, Thun- und Schwertfisch, Krabben und anderen leckeren Fischereiprodukten gebührend Platz eingeräumt werden. Sollten sie Fleisch bevorzugen, sind Hühner- und Truthahnbrust ideale Zutaten für einen Nudelsalat. Es reicht, sie zu garen und daraufhin in dünne Streifen zu schneiden, oder sie in Wasser und Zitrone oder Wasser und Essig einige Stunden ziehen zu lassen, bevor man sie kurz in der Pfanne anbrät.

Die perfekte Temperatur

Die besten Resultate erzielt man, wenn man den Nudelsalat ein wenig im Voraus zubereitet (was ohne Probleme einen halben Tag bedeuten kann) und ihn mindestens eine Stunde vor dem Servieren bei Raumtemperatur aufbewahrt. Auf diese Art und Weise hat jede Zutat Zeit genug, ihren Geschmack zu entfalten und ihn mit jenem der anderen zu verbinden. Sollten Sie hingegen den Nudelsalat mit einer Sauce anmachen, wie z. B. der typisch sizilianischen "salmoriglio" aus Öl, Zitrone, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Petersilie und Oregano oder einer Cocktailsauce, dann ist es ratsam die Sauce erst unmittelbar vor dem Servieren zu der Pasta zu geben, da sie andernfalls an der warmen Luft verderben könnte.

Zwei frische Rezepte

Lecker und probierenswert ist ein Nudelsalat aus Farfalle, Gemüsepaprika und Rauke. Nachdem man in ein wenig Öl Zwiebel, Sardellen und Petersilie angedünstet hat, gibt man gewürfelte, rote und gelbe Gemüsepaprika hinzu. Zu Ende der Kochzeit mischt man die vorhergehend gegarten Farfalle darunter und bestreut das Ganze mit frischer Rauke und geriebenem Parmigiano Reggiano. Sollten Sie delikatere Geschmacksnoten bevorzugen, dann empfehlen wir Ihnen einen Nudelsalat aus Penne Rigate mit Lachs, Zucchini und Zitrone. Man lässt eine Schalotte in einem Esslöffel Öl andünsten und fügt daraufhin die gewürfelten Zucchini hinzu. Zu Ende der Kochzeit mischt man erst den gewürfelten Lachs und dann die kalte Pasta darunter und bestreut das Ganze mit geriebener Zitronenschale. Eine schnelle und frische Sommermahlzeit.

Alle typischen Spezialitäten sind in einem bestimmten kulturellen Umfeld entstanden, dessen kleine Geheimnisse es neu zu entdecken und zu bewahren gilt, wenn wir unsere Kenntnisse der italienischen Küche und ihrer Geschichte vertiefen wollen.

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