Um alles über ein Nahrungsmittel zu erfahren, braucht man nur die Nährwerttabelle zu lesen, die auf der Verpackung vieler Produkte enthalten ist. Es handelt sich um eine "besondere" Etikette, auf der außer dem Energiegehalt auch die Menge der Nährwerte in einer bestimmten Portion des Produkts angegeben sind.
Während die Nährwerttabelle in den USA seit Jahren Vorschrift ist, ist die Angabe von Nährwertinformationen in Italien freiwillig. Die Angabe ist nur vorgeschrieben, wenn die Verpackung oder die Werbekampagne eines Produkts besondere Nährwerte versprechen, wie z.B. wenn ein Produkt als "Diätprodukt" oder "Energie-Produkt" verkauft wird. Dies schreibt die EU-Richtlinie 90/496/EWG von 1990 vor, welche die Lebensmittel-Etikettierung reglementiert. Gemäß dieser Richtlinie müssen die Informationen an gut sichtbarer Stelle auf der Verpackung leicht lesbar und leicht verständlich aufgeführt werden. Normalerweise beziehen sich die Mengenangaben auf 100 g des Produkts (100 ml bei Flüssigkeiten) oder aber auf die einzelne Packung.
Die erste in einer Nährwerttabelle erscheinende Information betrifft den Energiegehalt, der in Kilokalorien (kcal) oder Kilojoule (kJ) ausgedrückt ist. Doch Vorsicht: Im allgemeinen Sprachgebrauch wird fälschlicherweise von Kalorien gesprochen, wo Kilokalorien, die 1.000 Kalorien entsprechen, gemeint sind.
Im wissenschaftlichen Bereich ist die Definition einer Kalorie die Menge an Wärme, der es bedarf, um ein Gramm destilliertes Wasser von 14,5 auf 15,5°C zu erhitzen. Dem Wissenschaftler James Prescott Joule (1818-1889) verdanken wir die Einheit der Energie, Arbeit und Wärmemenge, das Joule eben, die Maßeinheit der Energie im Internationalen System (SI). Gemäß den Messungen des englischen Physikers entspricht eine kcal 4,1855 kJ. Die Verwendung der beiden Maßeinheiten kann zu Verwirrung und Missverständnissen führen: Man sollte sich vor Augen halten, dass die von Ernährungsberatern empfohlenen 1.800 kcal pro Tag rund 7.350 kJ entsprechen.
Der Gesamtenergiegehalt eines Lebensmittels ergibt sich aus der Summe der Energiewerte der einzelnen Nährwerte. Proteine und Kohlenhydrate enthalten 4 Kalorien pro Gramm. Fette hingegen enthalten 9 Kalorien pro Gramm, Alkohol 7 und organische Säuren 3.
Bei der weiteren Lektüre der Tabelle stößt man auf die Menge, ausgedrückt in Gramm, von Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten oder Lipiden, Ballaststoffen und Natrium. Wenn sie in bedeutendem Maße vorhanden sind, müssen die Mengen an Vitaminen und Spurenelementen ebenfalls angegeben werden. In diesem Fall muss auch der Anteil am Tagesbedarf (RDA) anbegeben werden.
Die Angabe der Kalorien eines Lebensmittels muss auf den täglichen Kaloreinbedarf bezogen werden, d.h. auf die Energie, die eine Person zur Beibehaltung ihres Körpergewichtes benötigt. Dieser in kcal ausgedrückte Wert entsteht aus der Summe verschiedener Faktoren: Basalstoffwechsel, Energieverbrauch bei körperlicher Betätigung und spezifisch-dynamische Wirkung der Nahrungsmittel.
Der Basalstoffwechsel ist das Maß der Energiemenge, die der Organismus im Ruhezustand und bei nüchternem Magen verbraucht, um die lebenswichtigen Funktionen beizubehalten: Rund 20% dieser Energie werden für die Muskeln verbraucht, der Rest für die inneren Organe. Beim Energieverbrauch der körperlichen Tätigkeit handelt es sich hingegen um das Maß an Energie, welche der Organismus zur Ausführung verschiedener körperlichen Tätigkeiten braucht, während die spezifisch-dynamische Wirkung der Nahrungsmittel die Schätzung der vom Organismus zur Verdauung der aufgenommenen Nahrungmittel verbrauchten Kalorien bezeichnet.
Natürlich variiert der tägliche Kalorienbedarf je nach Alter, Geschlecht, Gewicht und ausgeübter Tätigkeit. Eine Frau mittleren Gewichtes (ca. 55 kg), die eine sitzende Tätigkeit ausübt, hat einen Tagesbedarf von ca. 1.850 kcal, während ein Mann von 70 kg unter den selben Bedingungen ca. 2.250 kcal benötigt. Bei leichter körperlicher Tätigkeit steigt der Bedarf für die Frau auf 2.000-2.200 kcal, für den Mann auf 2.900-3.200 kcal, während die Diät eines Mannes, der schwere körperliche Arbeit verrichtet, rund 3.750 kcal enthalten sollte.
Auf allen Verpackungen der Produkte von Barilla ist eine Nährwerttabelle abgebildet. Für die typischen italienischen Formate, die am meisten verbreitete Pasta, sind die chemische Zusammensetzung und die Durchschnittswerte für 100 g Produkt angegeben, die eine Energiezufuhr von ca. 360 kcal (entsprechend 1.487 kJ) gewährleisten, davon ca. 70-72% in Form von komplexen Kohlenhydraten, 10-13% in Form von Proteinen und ein zu vernachlässigender Fettgehalt. Der Energiegehalt von 100 g Pasta liefert ca. 12 g Proteine, 72,2 g Kohlenhydrate und 1,5 g Fette. Hierbei ist natürlich nur die Pasta ohne Sauce berücksichtigt.
Von der Stärke kommt die Hauptzufuhr der Kohlenhydrate. Es handelt sich um eine optimale Energiequelle von bester Verdaulichkeit. Die proteischen Substanzen sind größtenteils im Weizenkeim (dem vitalen Teil, aus dem sich die Pflanze entwickelt) enthalten und kommen in weit höherem Maße im Hartweißengrieß als im Weichweizengrieß vor.