Das Gute am Fisch

Den Statistiken nach, macht der Fischkonsum in Italien nur ein Zehntel des Fleischkonsums aus, vermutlich weil nur wenige seine außerordentlichen Charakteristiken kennen. Er ist reich an Jod, Kalium, Magnesium und Proteinen, während er nur wenige Fettstoffe enthält, und ist genauso nahrhaft wie Fleisch: Er enthält etwa 20% Proteine, zusätzlich zu den Vitaminen A, D und E, aber da er aus circa 75-80% Wasser besteht, ist er leichter verdaulich; dem hinzu enthält er reichlich Phosphor und Kupfer, die beide sehr nützliche Substanzen für unseren Organismus sind.

Wie man ihn verzehren sollte

Auf der Basis der in ihnen enthaltenen Lipide, kann man Fische in drei Kategorien unterteilen: Mager, mit weniger als 5% Fett (Sardelle, Hecht, Steinbutt, Seehecht, Dorsch, Goldbrasse, Kliesche, Seezunge, Forelle und einige Weichtiere), Halbfett, mit einem Fettgehalt zwischen 5% und 10% (Karpfen, Meeraal, Hering, Makrele, Meerbarbe, Sardine) und Fett, bei denen der Fettanteil 10% übersteigt (Aal, Neunauge, Lachs, Thunfisch). Fisch enthält außerdem eine großzügige Menge an essentiellen Fettsäuren, wie z. B. Linoleinsäure, die zur Senkung des Cholesteringehalts im Blut beitragen, welcher verantwortlich für die Verkalkung der Arterien ist. Am besten verzehrt man Fisch natürlich frisch, aber auch tiefgekühlter Fisch behält seine Charakteristiken unverändert bei. Wie auch immer man ihn zubereitet - gekocht, gegrillt, frittiert, gedörrt, geräuchert - verliert Fisch seine Nahrungswerte nie, auch wenn er, je nach der Wärmebehandlung, die er erfährt, mehr oder weniger leicht verdaulich sein kann. Ideal wäre es, den Fisch nur kurz zu kochen (in Japan verzehrt man ihn normalerweise sogar roh und diese Angewohnheit wurde inzwischen in die ganze Welt exportiert) und Fritüren zu vermeiden.

Für wen er sich besonders eignet

Ernährungsexperten empfehlen heutzutage, großzügige Mengen an Fisch in unsere tägliche Ernährung aufzunehmen: Für Kinder, da Fisch reich an Eisen, Phosphor, Jod und essentiellen Fetten ist, die unabkömmlich für die Entwicklung des Körpers sind; für ältere Menschen, da er leicht zu verdauen ist und Osteoporose vorbeugt; für Personen, die an Störungen des Verdauungsapparats leiden, wie z. B. Magengeschwüre, Gastritis und Verdauungsstörungen, da er die Magenschleimhaut weniger reizt als Fleisch. Bei der Auswahl des Fisches sollte man sich daran erinnern, dass der teuerste nicht unbedingt der leckerste und ein hoher Preis nicht immer eine Garantie für einen hervorragenden Geschmack ist. So ist "Pesce Azzurro" (Blaufisch) z. B. preiswert, aber dennoch äußerst reich an nährenden Substanzen. Der Kategorie "Blaufisch" gehören kleine Fische an, an denen die italienischen Meere sehr reich sind und deren Rücken dunkelblau gefärbt, während ihr Bauch silbern ist (wie z. B. Sardellen, Sardinen oder Makrelen), aber unter Umständen auch Schwert- und Thunfisch. All diese Fische sind reich an Omega 3, d. h. mehrfach gesättigten Fettstoffen, die Diabetes und Übergewicht bekämpfen und auch zur Heilung von Hautkrankheiten beitragen, wie z. B. Psoriasis und Kontaktekzeme. Dem hinzu wurde bewiesen, dass der Verzehr von Blaufisch mindestens dreimal die Woche Störungen der Herzkranzarterien vorbeugt und, dank einer Aminosäure, die "Taurina" genannt wird, die negativen Auswirkungen des Rauchens bekämpft. Diese Substanz ermöglicht es nämlich den Arterien, ihre Erweiterungsfähigkeit beizubehalten.

Für jede Gelegenheit die passende Ernährung: wenn es heiß ist, wenn uns das Alter plagt, bei müden Beinen oder um nach den Feiertagen wieder schlank zu werden.